„Vorbildliche Gesundheitsregion mit exzellentem Ruf“ / Hausärztliche Versorgung auf dem Land sichern / Forderung nach einer Medizinischen Fakultät in OWL
Minden-Lübbecke;
„Unser Gesundheitssystem braucht keine weiteren „Jahrhundertreformen“, die eine Halbwertszeit von drei Jahren haben. Unser Gesundheitssystem muss völlig neu aufgestellt werden.“ Diese Kernbotschaft vermittelte Daniel Bahr, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit, rund 150 Gästen auf dem traditionellem Regionalpolitischem Forum der FDP Fraktion im Regionalrat. Im Mindener Viktoriahotel schilderte Daniel Bahr vor zahlreichem Fachpublikum die Herausforderungen: Demographischer Wandel einerseits und der stetige medizinisch-technische Fortschritt andererseits machen eine Neuausrichtung in der Gesundheitspolitik unumgänglich, so Bahr. Die Finanzierung müsse auf eine Prämie umgestellt werden, wobei der soziale Ausgleich gerechterweise über Steuermittel erfolge. In Anspielung auf kritische Regierungsstimmen aus der CSU zu dieser Thematik entgegnete der Staatssekretär der Liberalen, die FDP stünde exakt zu dem, was im Koalitionsvertrag vereinbart sei. Hieran wolle man sich halten. „Sollten die Kollegen aus dem Süden so weiter machen, müssen sie damit rechnen, dass wir auch Projekte des Koalitionsvertrages, die den Bayern besonders wichtig sind, hinterfragen.“
In einem Grußwort stellte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl die Region OWL als „vorbildliche Gesundheitsregion mit exzellentem Ruf“ heraus. Man dürfe aber nicht verkennen, dass es in einigen Bereichen Probleme mit einer wohnortnahen hausärztlichen Versorgung gebe. Dem müsse im Interesse der Bürgerinnen und Bürger entgegengewirkt werden. Gastgeber Kai Abruszat, Vorsitzender der FDP Fraktion im Regionalrat, forderte in diesem Zusammenhang die Gründung einer Medizinischen Fakultät „ für OWL in OWL“ dabei könnten Kliniken in der Region, auch das Klinikum Minden, im Rahmen eines Verbundes wertvolle Hilfe leisten.
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